Die Psychoanalyse, das Unbewusste, Begriffe aus Wien, die einen beeindruckenden Weg um die ganze Welt gemacht haben. Trotzdem: Bis zur Gründung des ifat im Jahre 1991 gab es in Österreich kein einziges Universitäts- oder Privatinstitut, das die Psychoanalyse über den klinischen Bereich hinaus auch auf gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Fragestellungen anwendete. Heute beinhaltet der Leistungskatalog des ifat nicht nur klinische, sondern auch Angebote aus dem Coaching- und Consultbereich, der Organisationsanalyse, Mediation, Motivforschung, sowie gesellschaftspolitische Analysen samt Strategieentwicklung.
Während herkömmliche Institute auf die uneingeschränkte Macht des Bewusstseins setzen, anerkennt der psychoanalytische Ansatz des ifat die Begrenztheit des "freien Willens" und die Bedeutung infantiler Motive für das erwachsene Verhalten. Individuen werden genauso wie Gruppen von Kräften gesteuert, die sich ihrem Bewusstsein und damit auch ihrem direkten Einfluss entziehen.
Es verging fast ein ganzes Jahrhundert, bis Neurowissenschaftler wie Benjamin Libet, Álvaro Pascual-Leone, Gerhard Roth, Wolfgang Singer, Henrik Walter experimentell Freuds Relativierung des freien Willens bestätigten. Die bewussten Motive maskieren lediglich die unbewussten und verschleiern auf diese Weise die wahren Beweggründe des menschlichen Handelns. Daher liegt der bewussten Handlungsebene immer eine unbewusste Bedeutungsebene zugrunde. Kein menschliches Verhalten, keine zwischenmenschliche Interaktion ist frei von unbewussten Anteilen. Das gilt für unsere privaten Beziehungen genauso wie für gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Prozesse. Immer ist das Unbewusste der Hauptakteur im Hintergrund. Der Puppenspieler, der auf der Marionettenbühne des Bewusstseins unsichtbar die Fäden zieht.
ifat | A-1010 Wien, Wollzeile 15 | E-Mail: office@ifat.at | Tel. +43 699 1717 0264 |